Freitag, 15. März 2013

Ist das normal?

Mich bedrückt etwas, schon länger, aber ich habe mich die ganze Zeit nicht getraut, es hier zu schreiben aus angst, ihr könntet mich für bescheuert halten, aber irgendwie läßt es mich nicht los und ich muss einfach mal darüber reden. Es geht um Folgendes:
Wenn ich abends müde werde und im Bett liege, schleicht immer wieder Angst und Panik in mir auf, vor dem, was da bald auf mich zukommt. Wie wird das alles sein, wenn plötzlich alles anders ist? Werde ich mit dieser neuen Aufgabe und der großen Verantwortung zurecht kommen? Werde ich alles richtig machen? Wie ist das, wenn man nicht mehr durchschlafen kann, sondern alle zwei Stunden stillen muss? Macht dieser Schlafentzug nicht ungeduldig und agressiv? Wie schlimm wäre das, wenn ich meinem Sohn, den ich jetzt schon über alles liebe, gegenüber aufgrund des Schlafentzugs ungeduldig werden würde, das könnte ich mir nie verzeihen!!! Was ist wenn er krank ist? Werde ich dann immer wissen, was zu tun ist und die richtigen Entscheidungen treffen? Diese und noch eine Menge weiterer ähnlicher Gedanken, gehen mir dann durch den Kopf. Ist das normal? Ich meine, ich hab doch so sehr dafür gekämpft, meinen Kleinen bekommen zu dürfen und ich bin überglücklich, dass er bald bei uns sein wird, trotzdem werde ich diese Angst nicht los, ob alles gut gehen wird. Darf man in meiner Situation überhaupt solche Gedanken haben? Nach allem, was ich durchgemacht habe, dürfte ich mir doch eigentlich über sowas gar keine Gedanken machen. Und dennoch sind sie da. Ich hab mir auch in der größten Angst noch nie gewünscht, dass es anders gekommen wäre, sondern möchte meinen kleinen Schatz auch in diesen Momenten nicht mehr missen, aber wieso werde ich diese Angst nicht los? Ich will doch alles richtig machen und dass es meinem Kleinen gut geht und er ein glückliches Leben haben wird. Aber woher weiß ich, dass ich ihm wirklich eine gute Mutter sein werde?

Kommentare:

  1. Liebe Feb, ich denke solche Gedanken sind vollkommen normal -bei mir kommen sie auch oft und ich lasse sie machmal einfach zu und ab und will ich sie auch verdrängen!
    Du wirst eine gute Mutter sein-alleine dass du dir solche Gedanke machst,macht dich schon dazu :-)

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  2. Eigentlich weißt du es, eben weil du dir diese Gedanken machst...und ich denke, dass du sie dir machst, eben weil du all das durchgemacht hast. Du hast lange und hart für dein Glück gekämpft, da weißt du, wie zerbrechlich es ist.

    Ich denke aber du musst dir keine Sorgen machen, du wirst eine wundervolle Mutter werden!!!

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  3. Diese Gedanken hab ich auch oft. Das ist ganz normal. Ich hab auch oft Panik ob ich alles richtig machen werde. Ich hab auch endlos viele Versuche hinter mir. Meistens überwiegt aber dann die Freude wieder. Alles Gute weierhin.

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  4. Ich bin grad in der 31. Woche und mein Mann und ich mussten auch 3.5 Jahre darauf warten und je näher der Termin kommt, desto nervöser werde ich. Nicht wegen der Geburt, sondern eben dem was danach kommt. Wie wird das Leben sein, schaffe ich das alles etc....ich bin auch die meiste Zeit schlecht gelaunt. Nur wenn ich grad beim Arzt war und es gibt nur positive Meldungen, da könnte ich heulen vor Freude und kann es gar nicht abwarten. Das sind Gedanken und Sorgen, die sich wahrscheinlich jede werdende Mutter macht. Du wirst sehen, am Ende wird schon alles gut gehen. Keiner erwartet Wunderleistungen von uns. Nimm Dir die ersten Wochen, um Dich ganz in Ruhe an das Kind und Euer neues Leben zu gewöhnen!

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  5. Ich denke auch, das ist total normal. Warum solltest du dir keine Gedanken machen dürfen? Lass dich aber davon nicht einschüchtern. Möglich, dass sich andere, die vielleicht nicht so lange warten müssen, solche Gedanken nicht machen. Ich bin noch nicht mal schwanger und gestern im Auto habe ich noch dran gedacht, wenn es doch (hoffentlich bald) mal klappt, wie vollkommen wird sich dann unser Leben ändern. Wenn wir nicht mehr "die Kinder" wären, sondern die Eltern - gleich unseren Eltern. Ich glaube, es ist gut, sich keinen Druck zu machen, die "perfekte" Mutter zu sein. Wir werden die besten Mütter sein, die wir sein können, wenn es soweit ist.

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  6. Ich habe auch viele Ängste und Sorgen. Ich glaube und hoffe,dass das normal ist. Man will ja alles richtig machen.Wir werden schon darein wachsen.

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  7. Liebe Feb,

    unser Kleiner ist jetzt einige Wochen alt - nach langer Kinderwunschphase - und ich hatte solche Gedanken auch in der Schwangerschaft. Und auch heute noch immer wieder. Ob das normal ist oder nicht: Du bist auf alle Fälle nicht die einzige und in guter Gesellschaft ;-) Und sie werden auch nach der Geburt immer wieder da sein. Vertrau auf Dich und das Leben und lass Dich nicht unterkriegen!

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  8. Finde ich völlig normal und gehört wohl einfach dazu wenn man Mama wird.
    Lass solche Ängste ruhig zu und sprich sie aus, vielleicht auch mal mit einer Hebamme besprechen.

    Du wirst das alles schaffen!

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  9. Hallo, als Mutter kann ich Dir sagen, Schlafentzug macht wirklich ungeduldig und aggressiv. Das ist erstmal normal. Es kommt darauf an, wie Du damit umgehst. Wenn Du merkst, jetzt nervt Dich grad alles, dann gib das Kind erstmal ab (Mann, Freundin, Mutter) und hol tief Luft. Mach Dir immer wieder bewusst, dass es normal ist und Dein Kind Dich nicht ärgern möchte, auch wenn es sich so anfühlt. Von dieser Meta-Ebene aus kannst Du super reflektieren und gewinnst wieder Geduld für die nächste Etappe. Es ist anstrengend, sich von seinen Emotionen nicht leiten zu lassen, aber Übung macht den Meister.
    Außerdem hilft das ewige Mütter-Mantra "Es ist nur eine Phase.", denn es ist wirklich so. Es wird in Etappen immer leichter. Nach drei/vier Monaten, nach 6-8 Monaten, nach einem Jahr ganz deutlich.
    Wenn er krank wird - na dann ab zum Kinderarzt, oder, wenn er Freitagnachmittag Fieber bekommt, (irgendwie werden die immer am Wochenende krank) dann ab ins nächste Kinderkrankenhaus. Grade als Erstmutter braucht man dann Beruhigung und Behandlung durch erfahrene Ärzte. Lieber einmal zuviel als zuwenig.
    Und das Beste zum Schluss: Die Tatsache, dass Du Dir Gedanken machst, zeugt davon, DASS Du eine gute Mutter sein wirst. Den genau das zeichnet diese aus.

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  10. Hi, du hast schon ganz viele liebe und gute Kommentare bekommen.
    Tatsächlich hatte ich auch eine teils unschöne Anfangszeit: Schmerzen beim Stillen und der Schlafmangel, das ganze unter Einfluss des sich wieder einpendelnden Hormonhaushaltes - ich war sehr gereizt.
    Aber das war mir nicht so recht bewusst, v.a. welchen Einfluss die Hormone haben. Da kann man einfach nichts machen.
    Aber sobald du merken würdest, dass du nicht du selber bist, sage das deinem Partner. Sag ihm, dass du nicht du selber bist. Dass er besser einen Meter Abstand hält. Dass er dir besser SOFORT die Eiscreme besorgt ;) oder den Müll runterbringt ;)
    Tief durchatmen. Auf 10 zählen. Sachlich bleiben (versuchen).

    Und ja, nach 1,2 Monaten sieht alles wieder anders aus, nach 3,4 Monaten nochmal usw.
    Alles Gute!
    Gruss aus Zürich
    Ahuefa

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